Das Haus
Die Mühle an der Oker
Seit 1551 ist an dieser Stelle eine Mühle urkundlich belegt. Heute gehört das denkmalgeschützte Backsteingebäude zur Traditionsinsel Meinersen – dem historischen Ensemble am grünen Rand des Ortes, wo die Hauptstraße die Oker quert. Von der straßenabgewandten Seite geht der Blick über den Mühlenteich in die Okerlandschaft.

Wasser, Fachwerk, Grün: Die Mühle steht unmittelbar am Mühlenteich – das Wehr liegt bis heute direkt am Haus.
Geschichte
Fast fünf Jahrhunderte an der Oker
Hochwasser, Brände, neue Technik: Die Okermühle wurde immer wieder zerstört, immer wieder aufgebaut – und hat sich dabei jedes Mal neu erfunden. Vom Mahlbetrieb mit Wasserrädern über die Turbine bis zum heutigen Wohn- und Geschäftshaus, das bis heute Strom aus Wasserkraft erzeugt.
1551
Erste urkundliche Erwähnung der Mühle an der Oker – zeitweise mit vier Wasserrädern und vier Mahlgängen.
1653
Die Mühle wird Zwangsmühle der Hausvogtei Meinersen: Die Bauern der Umgebung lassen ihr Korn hier mahlen.
1849
Ein Hochwasser der Oker zerstört die Mühle – sie wird wieder aufgebaut.
1894
Ein Brand vernichtet die Mühle erneut. Der Wiederaufbau prägt das heutige Bild; die Jahreszahlen 1873, 1950 und 1977 an der Fassade erzählen von Um- und Ausbauten.
1951
Eine Francis-Turbine mit 105 PS übernimmt den Antrieb: tagsüber wird gemahlen, ab 1953 nachts Strom erzeugt.
1974
Der Mühlenbetrieb endet nach mehr als vier Jahrhunderten.
Seit 1993
Eine Kaplan-Turbine am Mühlenwehr erzeugt bis heute Strom aus Wasserkraft.
Heute
Denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus auf der Traditionsinsel Meinersen – mit Büros, Wohnungen und bald E-Ladeplätzen auf dem Hof.
Heute
Die Mühle ist ein Haus für Arbeiten und Wohnen: In den Gewerbeetagen arbeiten unter anderem das Architekturbüro Die Planschmiede und weitere Unternehmen, in den Obergeschossen liegen Wohnungen mit weitem Blick über die Okerlandschaft.
Außen Denkmal, innen frei
Eine Besonderheit der Mühle ist ihre Bauweise: Die Lasten des Hauses tragen nicht massive Innenwände, sondern im Grundriss verteilte Stahlstützen. Tragende Innenwände gibt es kaum – die Trennwände sind leichter Trockenbau. Für Mieter ist das ein Geschenk, das man in historischen Gebäuden selten findet: Jede Etage lässt sich nahezu frei aufteilen, vom offenen Loft bis zur kleinteiligen Raumstruktur – und später wieder ändern.
Ankommen
Zum Haus gehört ein großer eigener Parkplatz. Aktuell entsteht dort eine E-Ladeinfrastruktur mit geeichten Zählern – auch für Dienstwagen geeignet.

Stammgäste: Die Störche von Meinersen auf dem First der Mühle.
Freie Flächen in der Mühle
Aktuell frei: eine helle Gewerbeetage im Erdgeschoss – als Ganzes oder geteilt in zwei eigenständige Einheiten.
Zu den freien Flächen